Hallöchen, Ihr Lieben!
Am Sonntag haben wir mit ein paar Jugendlichen unseres Jugendkreises den Kinder-Gottesdienst gestaltet. Hat echt total Spaß gemacht. Hab mich gefreut, so viele Dinge, die ich gerne mag, kombinieren zu können – Jugendliche anleiten, kleines Anspiel mit ihnen schreiben, einüben und vorführen, Geschichte erzählen, es mit Kindern zu tun zu haben…
Und auch inhaltlich hat die Geschichte (1. Mose 22, 1ff), um die es ging, mich persönlich angesprochen. Ja, Abrahms Lebensgeschichte finde ich echt faszinierend! Da hatte Gott ihm sooo* oft versprochen, ihm einen Sohn zu schenken… und Abraham wartete… und wartete… und wartete. Doch als der langersehnte Sohn dann eeendlich da war, stellte Gott doch tatsächlich Abrahams Vertrauen auf die Probe. Es beeidruckt mich sehr, wie tief Abrahams Liebe und sein Vertrauen zu Gott waren, so dass er tatsächlich bereit gewesen wäre, Isaak wiederherzugeben. Stellt Euch das mal vor: Da habt Ihr Euch jaaahrelang etwas gewünscht und es dann letztendlich auch wirklich bekommen (Wahnsinn, wie kostbar dieses Geschenk für Abraham gewesen sein muss, als er es dann mit 100 Jahren erhielt!) – und dann prüft Gott, ob Ihr ihm so tief vertraut, dass Ihr sogar bereit wärt, es an IHN zurückzugeben! Und das Allercoolste an der Geschichte finde ich, dass Gott bereits, als er Abraham diesen heftigen Auftrag, Isaak zu opfern, erteilte, den Weitblick hatte, Abraham anschließend um so mehr für dessen Gehorsam zu belohnen. Ja, Gott hatte alles die ganze Zeit über in SEINER guten Hand. Nach dieser prägenden Erfahrung konnte Abraham das Geschenk, das Gott ihm mit Isaak gemacht hatte, bestimmt NOCH mehr schätzen, als er es gewiss ohnehin schon getan hatte… Und außerdem war seine Liebesbeziehung zu Gott dadurch bestimmt ebenfalls noch tiefer und reifer geworden.
Liebe Grüße,
Eure Melly
[* 1. Mose 12,2; 13,16; 15,4f; 17,4ff; 18, 10; 21,12)]
16.08.06 at 8:05.
Ja, und ich glaube,
dass sich Vertrauen selbst dann lohnt,
wenn Gottes Wege ganz anders sind, als wir uns das ersehnt hätten.
Vielleicht gibt er uns manchmal nicht das, was wir in Seine Hände legen, 1 zu 1 so zurück, wie wir das gern hätten. Doch bin ich mir sicher, dass er uns gaaanz reich beschenken will!
16.08.06 at 10:55.
Hallo,
Will? Wo steht, dass Gott was will? Ein Wollen gibt es bei Gott doch gar nicht.
Geschenk? Jeder hat sein Geschenk doch schon bekommen. Beim Einen bunt verpackt, beim Anderen mal weniger bunt. Aber unser Geschenk bekommt jeder gleich zu Anfang schon. “Leben”, so nennt man das Geschenk, glaub ich. Und wer mit diesem Geschenk dankbar umzugehen vermag, der krieg am Ende dann vielleicht wieder eines. Ein weiteres Geschenk. Einfach mal abwarten.
Schönen Gruß!
(An alle, die ‘ne harte Woche zu überstehen haben.)
19.08.06 at 5:57.
@ Mexikanertopf
Hi “Mexikanertopf”!
Ist die Frage, wo steht, dass Gott uns beschenken wolle, ernst gemeint?
Aus welchem Grund solle es bei Gott denn kein Wollen geben?
Für mich persönlich ist der Gott, den ich in der Bibel kennengelernt habe, jedenfalls mein ganz persönlicher Vater… Und ich habe schon sooo oft erlebt, dass er mich ganz dolle “beschenkt” hat. Ein Vater im rein menschlichen Sinne, der seine Kinder liebt, macht ihnen ja auch nicht nur das “Geschenk”, sie einmalig zu zeugen und sagt dann, sie sollten selbst schauen, wie sie zurecht kommen. Er ist ja auch lebenslang für sie da und “beschenkt” sie. Oder nicht?
Schönen Gruß,
Melly
19.08.06 at 7:29.
Hallo,
ein wirkliches Wollen gibt es bei Göttern nicht.
Nun gut, die Daily Soap Götter Griechenlands vielleicht. Aber die kann man ja auch nicht wirklich ernst nehmen. Nein, allmächtige Götter kennen kein “Wollen”. Denn ein “Wollen” setzt starke Wünsche oder Begehrlichkeiten voraus. Und das gibt es bei Göttern nicht. Das gibt es nur bei Menschen. Nur Menschen kennen ein Wollen. Und zudem setzt ein Wollen auch eine Willensumsetzung voraus. Oder zumindestens den Versuch. Ein Gott muss aber nichts versuchen. Sein Wille geschieht sowieso.
Sich Gott wie einen gütigen Vater vorzustellen, mag schön sein, mag tröstlich sein. Es ist jedoch auch platt. “Gott Vater” entspringt dem Kinderglauben. Gott ist etwas ganz anderes.
Was? Nun gut. Das muss schon jeder für sich selber herausfinden. Meine Antwort würd für jeden anderen ja eh nicht mehr zutreffen. Da es meine Antwort ist. Findet ihr eure Antwort gefälligst selber!
Mit Gruß von Thunfischbrötchen.